Song´s
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Der '''Son Cubano''' ist ein
Musikstil und Tanz aus Kuba.
Die historischen Wurzeln des Son Cubano
reichen etwa in die Mitte des 19. Jahrhunderts zurück.
Motive aus Tanzformen der spanischen
Kolonisatoren wie Menuett, Danzón/Contradanzamischten sich mit den afro-kubanischen Rhythmen zu einem eigenständigen Musikstil. Hinzu kam als weiteres Gestaltungselement der Frage- und Antwortgesang.
Im improvisierten Wechselspiel zwischen Erststimme und Segundo werden meist alltägliche Themen behandelt, weshalb der Son auch häufig mit dem nordamerikanischen Blues verglichen
wird.
Anfang des 20. Jahrhunderts gelangte
dieser Musikstil in die Hauptstadt Havanna. Die spärliche Instrumentierung der Son-Gruppen – meist in Trioform – wurde schnell immer weiter mit zusätzlichen Instrumenten zum Sextett oder
Septett aufgestockt.
In den 1940er Jahren weiteten sie sich zu
kompletten Tanzorchestern mit aus, die allgemein „Conjuntos“ genannt wurden.
Die etymologische Herleitung lässt
schon das Selbstverständnis des Son Cubano deutlich werden: Für die Kubaner ist er der Urklang der Musik, die Mutter aller Rhythmen. Aus ihm sind so bedeutende lateinamerikanische Musikstile hervorgegangen wie der Cha-Cha-Cha, die Rumba und der Mambo. Oft wird er auch als Vorläufer
der Salsa genannt.
Den hohen Stellenwert in der kubanischen
Musikgeschichte erlangte der Son Cubano auch dadurch, dass er nach der Unabhängigkeit von Spanien unter weißen und schwarzen Musikern gleichermaßen seine Anhänger gefunden hatte. Nach der kubanische
Revolutionhat er jedoch zunehmend an Bedeutung verloren. Das Land schottete sich gegen westliche musikalische Einflüsse wie den Jazz] oder den Blues ab, was eine Weiterentwicklung
erschwerte.
Der Son ist im Laufe der Zeit aus dem
öffentlichen Leben selbst in Kuba weitgehend verschwunden – er wurde zur „Musik der Alten“.
Eine späte Blüte erlebte der Son Cubano
1996 durch das Album und den Film "Buena Vista Social Club". In Kuba finden sich seitdem wieder vermehrt neu formierte Musikgruppen, die sich dem Son Cubano widmen.